Die Internationale

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Textdaten
Autor: Eugène Pottier
Titel: Die Internationale
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Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum: 1871
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Verlag:
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Erscheinungsort:
Übersetzer: Emil Luckhardt, 1910
Originaltitel: L’Internationale
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Walter Moßmann, Peter Schlenning: Alte und neue politische Lieder. Entstehung und Gebrauch, Texte und Noten. Rohwolt Taschenbuch Verlag 1978, S. 175. 1080-ISBN 3499171597
Kurzbeschreibung: Kampflied der sozialistischen Arbeiterbewegung
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1
Wacht auf, Verdammte dieser Erde,

die stets man noch zum Hungern zwingt!
Das Recht wie Glut im Kraterherde
nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
Reinen Tisch macht mit den Bedrängern!
Heer der Sklaven, wache auf!
Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger,
alles zu werden, strömt zuhauf!

Völker, hört die Signale!
Auf, zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht!


2
Es rettet uns kein höh’res Wesen,

kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun.
Uns aus dem Elend zu erlösen,
können wir nur selber tun!
Leeres Wort: des Armen Rechte!
Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
Unmündig nennt man uns und Knechte,
duldet die Schmach nun länger nicht!

Völker, hört die Signale!
Auf, zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht!


3
In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,

wir sind die stärkste der Partein.
Die Müßiggänger schiebt beiseite!
Diese Welt muss unser sein;
Unser Blut sei nicht mehr der Raben
und der nächt’gen Geier Fraß!
Erst wenn wir sie vertrieben haben,
dann scheint die Sonn’ ohn Unterlaß!

Völker, hört die Signale!
Auf, zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht!

[Bearbeiten] Anmerkungen (Wikisource)

Das französische Original mit sechs Strophen wurde seit 1901 in zahlreichen Fassungen ins Deutsche übertragen. Die Übersetzung von Emil Luckhardt erschien 1910 im „Arbeiter-Liederbuch für Massengesang“ in Dortmund und wurde zunächst in vier Strophen gesungen. Im Laufe der zwanziger Jahre setzte sich die bekannteste, hier veröffentlichte Version mit drei Strophen durch.

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