Page:Wittengenstein - Tractatus Logico-Philosophicus, 1922.djvu/148

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LOGISCH-PHILOSOPHISCHE ABHANDLUNG

dass sich seine Bestandteile so und so zu einander verhalten.

Dies erklart wohl auch, dass man die Figur


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�auf zweierlei Art als Wiirfel sehen kann ; und alle ahnlichen Erscheinungen. Denn wir sehen eben wirklich zwei verschiedene Tatsachen.

(Sehe ich erst auf die Ecken a und nur fliichtig auf b, so erscheint a vorne ; und umgekehrt.) 5.55 Wir miissen nun die Frage nach alien moglichen

Formen der Elementarsatze a priori beantworten.

Der Elementarsatz besteht aus Namen. Da wir aber die Anzahl der Namen von verschiedener Bedeutung nicht angeben k6nnen, so kSnnen wir auch nicht die Zusammensetzung des Elementar- satzes angeben.

5.551 Unser Grundsatz ist, dass jede Frage, die sich iiberhaupt durch die Logik entscheiden lasst, sich ohne weiteres entscheiden lassen muss.

(Und wenn wir in die Lage kommen, ein solches Problem durch Ansehen der Welt beantworten zu miissen, so zeigt dies, dass wir auf grundfalscher Fahrte sind.)

5.552 Die „Erfahrung", die wir zum Verstehen der Logik brauchen, ist nicht die, dass sich etwas so und so verhalt, sondern, dass etwas ist: aber das ist eben k e i n e Erfahrung.

Die Logik ist vor jeder Erfahrung — dass etwas s o ist.

Sie ist vor dem Wie, nicht vor dem Was. 144